Sehenswertes

Wendelinus-Kapelle







 

 

Die Ehrbachklamm

 

Eingerahmt von Felsenklippen des Hunsrückschiefers führt ein schmaler Pfad durch das Ehrbachtal vorbei an kleinen Wasserfällen und gilt unter Naturfreunden als eine der schönsten Wanderstrecke, die der Hunsrück zu bieten hat. Das Ehrbachtal verläuft parallel zum Baybachtal von Buchholz nach Brodenbach hinab zur Mosel. Der Weg ist teilweise ins Gestein gehauen, führt über einige Brücken, vorbei an Felsbrocken und steilen Hängen. Holzbrücken, Treppen und kleine Kletterpartien machen das Wandern durch das Ehrbachtal zu einem abwechslungsreichen Erlebnis. Wanderer sind begeistert von der atemberaubenden Naturschönheit des Ehrbachtals. Drei mittelalterliche Burgen säumen den Weg des Tales, allen voraus die Ehrenburg. Mehrere ehemalige Mühlen laden beim Wandern zum Verweilen ein

 

 

Der Ehrbach entspringt in etwa 500 m Höhe im Hunsrück bei Ehrerheide. Er fließt durch das Dorf Ehr, nimmt den Namen Ehr mit und fließt nun komplett durch ein einsames Tal. Nur im Unterlauf verläuft eine Straße parallel zum Bach. In Brodenbach mündet er in die Mosel. Viele noch bewohnte Mühlen befinden sich im Tal.

Ober- und Unterlauf fließen durch extensiv genutzte Talwiesen. Am Ufer stehen vor allem Weiden, Erlen, die heute kaum noch wirtschaftlich genutzt werden. Im mittleren Bereich, der Ehrbachklamm, wird das Tal sehr eng, mit Eichen und Hainbuchen bewaldete Hänge grenzen direkt an den Bach. Graureiher und Stockenten sind die häufigsten Wasservögel im Bachtal.

 

Schönecker Stahlbrunnen

 

Im Jahre 1913 wurde diese Quelle erschürft und ein Brunnenhaus errichtet, das heute nicht mehr steht. Die Steine sind nach dem Krieg zum Häuserbau in Dieler verwendet worden. Das Wasser kann heute im ehemaligen Keller des Hauses direkt vom Stahlbrunnen getrunken werden. Besondere Eigenschaft des Quellwassers ist sein hoher Eisengehalt.

 

Schloss Schöneck

 

Gegen Ende des 12.Jahrhunderts ließ Konrad von Boppard die Burg Schöneck im Ehrbachtal oberhalb der Felsenenge, die als Ehrbachklamm bekannt ist, erbauen. Die Schönecker, ein namhaftes und tatkräftiges Geschlecht, strebten im vorderen Hunsrück die reichsunmitttelbare Selbständigkeit an und versuchten, eine eigene Herrschaft zu verwirklichen. Sie hatten hohe Ämter als geistliche Würdenträger inne. Die Herren von Schöneck besaßen die Vogtei und die Gerichtsbarkeit über siebzehn Dörfer des Gallscheider Gerichtes. Als im 14. Jahrhundert den Schönecker der Verlust ihrer Unabhängigkeit durch die Großmachtpolitik des bedeutenden Kirchenfürsten Balduin von Trier drohte, schlossen sie sich im Jahre 1331 mit den Rittern von Eltz, Waldeck und Ehrenburg zu einem Schutz- und Trutzbündnis zusammen. Es kam zur sogenannten "Eltzer Fehde", in der Erzbischof Balduin 1332 die Trutzfeste Rauschenburg errichtete und die verbündeten Ritter besiegt. Die Schönecker mussten einen Teil ihrer Hoheitsrechte an Balduin abtreten. Als 1354 König Karl IV. Schöneck mit allen Gütern und Lehen dem Erzbischof ganz überließ, verloren die Schönecker ihre Selbständigkeit. 1508 starb das Geschlecht der Schönecker im Mannesstamm aus. Im 16. Jahrhundert sind die Eltzer Besitzer der Burg gewesen. Im 17. Jahrhundert treten die Soeterner auf. Unter der Herrschaft der Franzosen, wurde die baufällige Burg im Jahre 1805 an einen Hochgerichtsschöffen Burret in Coblenz verkauft. Er ließ ein neues Wohngebäude errichten. Später erwarb es der Gutsbesitzer Franz Reuter, der eine Molkenkuranstalt eröffnete. Damals war diese neue Einrichtung bei Engländern und Holländer bekannt und beliebt. Im Jahr 1910 schließlich erwarb der Professor Dr. Wilhelm Steinhausen aus Frankfurt Schloß und Ländereien und richtete sich dort eine Malerburg ein. Das Schloß befindet sich heute noch im Privatbesitz der Nachkommen von Steinhausen, ist allerdings nur von außen zu besichtigen. Von der Schönecker Mühle führt ein kurzer Fußweg hoch zum Schloß. Schloß Schöneck ist einmal im Jahr, zum Tag des offenen Denkmals am zweiten Septemberwochenende, auch von innen zu besichtigen.